Im Gespräch mit Denis Scheck

Denis Scheck hat mich in seine Sendung lesenswert eingeladen. Heute Abend wird unser Gespräch (über meinen Roman Der von den Löwen träumte) um 23.15 Uhr im SWR-TV gesendet. Wer es sich bereits jetzt anschauen möchte, findet es in der ARD-Mediathek (und dort dann ein ganzes Jahr…):

https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNzkwMTg/

Fanny Ardant

In meinem alten, früheren Leben habe ich wenig geträumt und mich nur selten an Träume erinnert. Jetzt aber ist vieles ganz anders – so auch das Träumen. Ich träume Tageslektüren weiter, ich inszeniere in Träumen gesehene Filmszenen neu, ich führe lange Unterhaltungen mit Menschen, die ich während des Tages getroffen oder mit denen ich (meist nur kurz) telefoniert habe.

Kurz vor dem Schlafengehen lese ich ein SPIEGEL-Interview mit der französischen Schauspielerin Fanny Ardant. Auf dem Foto sitzt sie auf einer roten Bistrogarnitur, blickt aber nicht in die Kamera, sondern etwas verlegen auf den leeren Tisch und ihre linke Hand. In der rechten hält sie (fast demonstrativ) ein Glas Weißwein, anscheinend gut gekühlt. Im Interview wird sie zuletzt gefragt, was sie in Paris denn so mache, wenn sie nicht arbeite. Sie antwortet: „Eigentlich nichts Besonderes. Ich laufe in der Stadt herum, ich liebe Paris… Ich gehe allein ins Kino. Ich spiele Klavier. Oder ich liege auf dem Bett, lese und esse Schokolade. Herrlich…“

Wenig später bin ich in einem Traum mit Fanny Ardant in Paris unterwegs. Sie hat sich bei mir eingehängt und spricht rasend schnell Französisch. „Komm, wir trinken ein Glas Weißwein zusammen“, sagt sie – und wir tun genau das und überlegen, welchen Film wir uns anschauen wollen. „Danach spielst Du Klavier, ja?“ fragt sie, und ich kann mich nicht wehren, sondern stimme zu, ja, danach spiele ich Klavier. Und ich höre, wie sie „merveilleux“ sagt, immer wieder, „merveilleux“ – und ich erwache und flüstere „merveilleux“, wie in den alten Tagen.

 

Münchner Spaziergang

Hinschauen …, während eines Spaziergangs in München …, um Bilder zu entdecken, die es so nur in München gibt …

Maßkrug anders/ Weihnachtsdorf in der Residenz (Eingang)/ Christbaum im Schaufenster Dallmayr/

Mittägliches Angebot/ Detail vom Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz/

Feldherrnhalle mit Theatinerkirche/

Erster Advent

Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs, ich wünsche Ihnen eine ruhige, intensive und konzentrierte Adventszeit mit vielen anregenden Lektüren, viel „zu Herzen gehender“ Musik und vielen stimulierenden Gesprächen!

(Das Foto zeigt ein Schaufenster des Feinkostgeschäfts „Mutterland“ in Hamburg.)

 

Weihnachtsmarkt

Ein guter Weihnachtsmarkt ist dann interessant, wenn er Angebote macht, die man nicht erwartet und die zu anderen Jahreszeiten nicht so zu bekommen sind. Man sollte ihn also „gegen den Strich“ durchstreifen, mit dem Blick für jene Besonderheiten und Details, die einen überraschen, unter Vernachlässigung des üblichen Festbrimboriums…

 

Stuttgarter Spaziergang

Hinschauen …, während eines Spaziergangs in Stuttgart …, um Bilder zu entdecken, die es so nur in Stuttgart gibt …

Stuttgarter Stäffele/ Blick von den Höhen nach Norden („Groß ist das Werden umher…“)/

Mittägliches Angebot/

Eröffnung des Weihnachtsmarkts/ Melancholie der Heimkehr ins „trauliche Dunkel“/

Meine erste Abendmusik

Meine erste „Abendmusik“ in meinem ländlichen Heimatort Wissen/Sieg liegt hinter mir. Am Sonntag, dem 24. November 2019, strömten viele Gäste und Interessenten in die „Sala Ortheil“ (Mittelstraße 16, 57537 Wissen/Sieg), wo ich um 16.30 Uhr eine Einführung in das Thema des Abends („Klavierspielen“) gab und den Aufbau der „Sala“ anhand der in ihr platzierten Materialien erläuterte.

Um 18 Uhr folgten Lesung (aus meinem Buch „Wie ich Klavierspielen lernte“) und Vortrag (Video-Beispiele von großen Pianisten wurden erläutert) im Kulturwerk der Stadt…

https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/85131–wie-ich-das-klavierspielen-lernte—-ortheils-erste-abendmusik-fand-im-kulturwerk-statt

In beiden Fällen spielten die Hände eine Hauptrolle. Was für viele Musiker der Mund (Gesang, Blasinstrumente) oder der Bogen (Streichinstrumente) – das ist für den Pianisten die Hand. Ihrem Training und ihrer Ausbildung gelten die meisten Anstrengungen. In meinem Archiv befanden sich Gipsabgüsse der Hände von Chopin und Liszt. Liszts große „Pranke“ ist eine der eindrucksvollsten Erscheinungen von Pianistenhänden. Die Finger sind gleichmäßig stark, die Spannweite der Hand ist enorm, die geschulten Sehnen sind deutlich zu erkennen. Liszt hat seine Klavierkompositionen für genau diese Hand geschrieben. Die wuchtigen Akkordpassagen, die Flanerien über mehrere Oktaven – sie sind nur von solchen Händen zu bewältigen.

Mariana Leky besucht die Sala Ortheil

Seit der Eröffnung der Sala Ortheil am 13. Oktober 2019 haben mich viele Interessenten in diesem Studioraum besucht – Einwohner von Wissen (Sieg), Gäste von (zum Teil weit) außerhalb, Liebhaber meiner Bücher oder auch Neugierige, die einfach nur wissen wollen, was sich hinter der Sala verbirgt (vgl. den Blogeintrag vom 14.10.2019).

Ein besonderes Vergnügen war der Besuch der Schriftstellerin Mariana Leky, die früher einmal bei mir in Hildesheim Kreatives Schreiben studiert hat und jetzt eine der meist gelesenen (und geschätzten) deutschen Autorinnen ist. Ihr Roman Was man von hier aus sehen kann (Dumont Verlag) ist seit seinem Erscheinen vor zwei Jahren eine regelrechte Sensation. Jahrelang stand der Titel auf der Spiegel-Bestsellerliste und war das Lieblingsbuch deutscher Buchhändlerinnen und Buchhändler.

Was mich besonders freut: Dieser Roman spielt im Westerwald, wo Mariana Leky große Teile ihrer Kindheit verbracht hat. Und was mich außerdem freut: Mariana Leky wurde in Köln geboren – und ist als Kind häufig zwischen der Stadt (Köln) und dem Westerwald (Land) hin und her gependelt – genau wie ich (vgl. mein Buch Im Westerwald – gerade erschienen). Wir hätten uns also auch sehr viel früher einmal begegnen können: Mariana im Regionalzug von Köln nach Wissen (Sieg) und ich ein Abteil weiter. Wahrscheinlich hätten wir einander bemerkt, denn vor allem Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit Vorlieben für den Westerwald schauen während der Fahrt laufend nach draußen und verfolgen die Sieg, die beinahe die ganze Fahrt begleitet.

Während Mariana Lekys Besuch haben wir uns auf einen westerwäldischen Advent eingestimmt (am Schönsten erlebt man ihn während des Weihnachtsmarktes auf Schloss Schönstein am Wochenende des 14./15. Dezember 2019 – an diesem Sonntag könnte man anschließend (18 Uhr) meine zweite Abendmusik im Kulturwerk Wissen besuchen – dort spreche ich über Advents- und Weihnachtslieder). Dabei haben wir uns an die alten magischen Westerwald-Texte zu dieser Jahreszeit erinnert. Wie nicht anders zu erwarten, haben wir ganz nebenbei einen zweiten gemeinsamen Auftritt in dieser wunderbaren Landschaft (vgl. den Blogeintrag vom 01.06.2019) geplant.

Mariana Leky erläutert adventlichen Schmuck/

Die Dorfkirche von Wissen (Sieg)