Tag der deutschen Einheit 2

Während des Festaktes zum Tag der deutschen Einheit (in der Mainzer Rheingoldhalle) warte ich auf die zupackende Rede, eine Deutung der Gegenwart. (Warum sprechen schon wieder Politiker, warum keine Schriftsteller, die so etwas können?) Und? Nichts da –  ich empfange nur knochentrockenes Feierdeutsch mit Bedenkenkurven. Der fünfte Satz von Robert Schumanns „Rheinischer Symphonie“ – das allein bleibt und fegt die steife Verwaltungsstunde in die Rheinauen.

Tag der deutschen Einheit 1

Während des ökumenischen Gottesdienstes im Mainzer Dom am Tag der deutschen Einheit warte ich darauf, dass die Geistlichen zum politischen Anlass einen zupackenden theologischen Kommentar finden: Wie lässt sich die wiedergefundene deutsche Einheit durch einen wiedergefundenen biblischen Text deuten? – Und? Nichts da, es kommt zu keiner Begegnung.

Heimatlesung

In meinem Heimatort Wissen/Sieg werden die Zuhörerinnen und Zuhörer nach meiner sonntäglichen Matinee-Lesung so vorbildlich versorgt, dass sie das „Kulturwerk“ nicht mehr verlassen, sondern über Mittag bleiben wollen.

 

Lesereise

Während einer Lesereise empfiehlt sich einfache, schlichte, gesunde Ernährung (Foto 1). Als mich die freundlichen Buchhändlerinnen im Oberhessischen jedoch leicht abgemagert sehen, geben sie mir gute oberhessische „Ahle Wurst“ (Foto 2) mit auf Reisen.

 

Nach der Lesung 2

Und es gibt kaum einen besseren Moment nach einer Lesung als den, in dem man sich endlich wieder nach Hause gerettet hat – und die ganze weitere Nacht durch die heimatliche Stadt streifen wird – alles wieder vergessend.

In den heimischen Wäldern

In den heimischen Wäldern schießen die tief stehenden beißenden Sonnen in das noch vorhandene Grün und präparieren es für den bunten Herbst. Noch ist davon kaum etwas zu sehen, nicht einmal eine Andeutung. Das Grün schleppt sich hin, erträgt den dann und wann aufbrausenden, lästigen Regen, tropft sich aus und schwingt sich mit einem letzten Aufbäumen empor. Es ist ein einziges Warten auf einen starken Vollherbst, nachdem der kostbare Spätsommer sinnlos verspielt wurde.